Auch in diesem Jahr war der Potsdamer Laufclub wieder beim internationalen Läuferzehnkampf vertreten, der vom 14. - 17.05. in Blankenburg stattfand. Über vier Tage hinweg trafen hier Sprinter, Mittelstreckler und Langdistanzspezialisten aufeinander und kämpften sich gemeinsam durch zehn völlig unterschiedliche Laufdisziplinen (von 60 m bis 10.000 m). Ganz wie im klassischen Zehnkampf gilt auch hier: Mal läuft es hervorragend, mal hadert man mit sich – und wer am Ende weit vorne landen möchte, darf sich keinen echten Totalausfall erlauben.
Der besondere Reiz des Läuferzehnkampfs liegt in seinem ungewöhnlichen Ablauf. Morgens ein explosiver Sprint, wenige Stunden später eine längere Strecke und am späten Nachmittag erneut Tempoarbeit – der ständige Wechsel zwischen den Belastungen fordert nicht nur die Beine, sondern auch den Kopf. Genau diese Vielseitigkeit macht den Wettbewerb aber so faszinierend.
Auch die Wetterbedingungen sorgten in diesem Jahr für zusätzliche Spannung. Die Temperaturen zwischen 10 und 13 Grad waren für die Mittel- und Langstrecken durchaus angenehm, doch der Wind blies den Athletinnen und Athleten immer wieder heftig ins Gesicht. Dazu kamen dunkle Regenwolken, die das Stadion in Blankenburg regelmäßig in ein kleines Schwimmbecken verwandelten. Trotz allem herrschte auf und neben der Strecke eine großartige Stimmung.
Vom PLC gingen Aaron Hornschildt, Jann Rathenow und Karsten Ziegs an den Start. Aaron lief dabei auf einen starken dritten Platz, während Jann Rang 14 und Karsten Rang 13 belegten. Unterstützt wurden die drei nicht nur von der Familie, sondern auch von den Trainern Alex und Detlef, die extra für jeweils einen Tag anreisten und ihre Athleten zu neuen Bestleistungen coachten. Vielen Dank dafür, das ist keine Selbstverständlichkeit.
Abseits der Wettkämpfe zeigte sich einmal mehr, warum viele Teilnehmende jedes Jahr aufs Neue am Läuferzehnkampf teilnehmen. Diese Veranstaltung fühlt sich an wie ein großes Klassentreffen einer eingeschworenen Gemeinschaft von leicht verrückten Laufbegeisterten. Zwischen den Wettkämpfen entstehen neue Bekanntschaften, alte Freundschaften werden gepflegt – etwa mit ehemaligen PLClern, die jetzt für Leipzig starten (auch liebevoll PLC-Außenstelle genannt) – und überall tauscht man Geschichten, Erfahrungen und gegenseitigen Respekt aus.
Ein großes Lob gilt auch dem ausrichtenden Verein SV Lokomotive Blankenburg 1949 e.V., der auf der frisch sanierten, auffällig gelb-rot gestreiften Anlage für hervorragende Bedingungen und eine rundum gelungene Organisation sorgte.
Am Ende bleiben viele Kilometer, schwere Beine, neue persönliche Bestleistungen – und die Vorfreude auf das nächste Wiedersehen beim Läuferzehnkampf 2027 in Hengelo
Alle Bilder: Alexander Straub